In den Zeiten des Coronavirus …

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Phantasie zu «Ungeschminkt»

Allein zu Hause.
Ich lege meine Maske ab,
lasse meine Fassade fallen.
Bin.
Bin echt.
Ungeschminkt.
Ohne Mascara und ohne Lippenstift.
Demaskiert.
Bloss!
Sehnsuchtsschwer.
Und manchmal schwach.
Am Tag.
In der Nacht.
In der echten.
Und vielmehr in der gefühlten …

Wenn ich mich so sehe,
dann sehe ich ein:
Ich brauche Dich, mein Gott.
Unter Deinen Flügeln finde ich den Schutz,
den ich so sehr brauche.
Am Tag und in der Nacht.
Finde Schutz –
für meinen geschwächten Leib,
für meine aufgeschürfte Seele.
Gott, nimm mich unter Deine Fittiche!
Nimm diese Erde unter Deine Fittiche!
Behüte und bewahre,
was Du kunstvoll und fein geschaffen hast!
Diese wundervolle Welt.
Dieses fragile Ich.
Und meinen kranken Nachbarn auch.
Amen.